Asien blickt auf Iran-Spannungen und Oelrisiken bei anhaltender Handelsunsicherheit

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Die asiatischen Maerkte verfolgen die Spannungen im Nahen Osten als wichtigen Risikofaktor fuer Oelpreise und regionale Inflation. Bislang verweisen Waehrungshueter darauf, dass die langfristigen Inflationserwartungen noch nicht deutlich nach oben ausgebrochen sind. Schwache US-Lagerdaten und neue Handelsspannungen erhoehen dennoch die Anfaelligkeit Asiens fuer externe Schocks.

Anleger in Asien muessen widerspruechliche Signale rund um Iran einordnen. US-Praesident Donald Trump sagte, Irans Praesident habe um einen Waffenstillstand gebeten, doch Teheran wies dies zurueck. Damit bleibt fuer die Maerkte offen, ob sich die Lage entspannt oder in eine volatilere Phase uebergeht.

Der unmittelbare makrooekonomische Kanal ist Energie. Ein laengerer Anstieg der Oelpreise waere fuer importabhaengige Volkswirtschaften wie Japan und Suedkorea besonders relevant, auch wenn der Praesident der Richmond Fed betonte, dass bislang kein klarer Anstieg der Inflationserwartungen zu sehen sei.

Auch die US-Lagerdaten sorgten fuer neue Unsicherheit. Die Unternehmensbestaende sanken im Januar ueberraschend um 0,1 Prozent, vor allem wegen schwaecherer Grosshandelslager. Das koennte ueber eine geringere Wiederauffuellung der Lager auf asiatische Exporteure zurueckwirken.

Die Handelspolitik bleibt ein weiterer Risikofaktor. Die Debatten ueber China, Mexiko und moegliche Zollschritte zeigen, wie politisch angreifbar Lieferketten weiterhin sind, selbst wenn die unmittelbaren Massnahmen ausserhalb Asiens stattfinden.

Auch Sicherheitsrisiken breiten sich geografisch aus. Franzoesische Behoerden vermuten eine proiranische Verbindung hinter einem vereitelten Bombenkomplott in Paris. Das unterstreicht, dass geopolitischer Stress ueber den Nahen Osten hinausreichen und Asien ueber Oel, Wechselkurse und Handelserwartungen beeinflussen kann.

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