Bevölkerungspyramide von Argentinien
CSVZur Bevölkerungsstruktur Argentiniens
Erläuterung der Bevölkerungspyramide Argentiniens
Die Bevölkerungsstruktur Argentiniens befindet sich in Lateinamerika in einer Übergangiphase von der "reifen" zur "alternden" Struktur. Die Form der Pyramide wandelt sich allmählich vom früheren umgekehrten Dreieck zur Fassform, was einen Rückgang der Geburtenrate und eine Steigerung der Lebenserwartung widerspiegelt. Besonders charakteristisch ist, dass die erwerbstätige Bevölkerung im Alter von 15–64 Jahren relativ zahlreich ist, während der Anteil der älteren Bevölkerung (65 Jahre und älter) mit etwa 11–12% einen vergleichsweise hohen Stand aufweist.
Aus demoskafischer Perspektive hat Argentinien bereits die Phase des Bevölkerungsbonus überschritten und tritt vielmehr in die Anfangsphase der niedrigen Geburtenrate und alternden Bevölkerung ein. Die zusammengefasste Fertilitätsrate liegt bei etwa 2,2, was im lateinamerikanischen Vergleich niedrig ist, und ein weiterer Rückgang wird erwartet. Andererseits nimmt die ältere Bevölkerung durch Fortschritte in der Medizintechnik und verbesserte Lebensstandards schnell zu.
Diese Veränderungen der Bevölkerungsstruktur haben erhebliche Auswirkungen auf Gesellschaft und Wirtschaft Argentiniens. Der relative Rückgang der Erwerbsbevölkerung könnte ein Hindernis für das Wirtschaftswachstum darstellen. Darüber hinaus ist die steigende Belastung der Sozialsicherungssysteme, einschließlich Renten und Gesundheitswesen, ein Anlass zur Sorge um die Staatsfinanzen. Gleichzeitig ist eine Verstärkung der Investitionen in Humankapital wesentlich, um die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie angesichts eines sinkenden Angebots an hochqualifizierten Arbeitskräften zu erhalten.
| Altersgruppe | Männer | Frauen | Gesamt | Anteil |
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