Der heiße VPI im April erhöht die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung durch die Fed, da die Risiken im Nahen Osten den Druck erhöhen

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Die US-Inflation beschleunigte sich im April auf 3,8 %, das höchste jährliche Tempo seit Mai 2023 und über den Erwartungen, was die Anzeichen dafür verstärkt, dass sich der Preisdruck als hartnäckig erweist. Der Bericht verstärkte die Markterwartungen hinsichtlich einer strafferen Politik der Federal Reserve und reduzierte die kurzfristigen Gründe für Zinssenkungen weiter. Gleichzeitig verstärkten Sorgen über den Iran und das Risiko einer erneuten Belastung der Ölströme die Befürchtungen, dass Energie das bereits schwierige Inflationsumfeld verstärken könnte.

Die wichtigste makroökonomische Erkenntnis ist, dass sich die US-Inflation zu einem Zeitpunkt wieder beschleunigt, als die Federal Reserve bereits Schwierigkeiten hatte, Vertrauen zu gewinnen, dass das Preiswachstum dauerhaft sinken würde. Die Verbraucherpreise stiegen im April gegenüber dem Vorjahr um 3,8 % und übertrafen damit den Konsens von 3,7 %, was den höchsten Jahreswert seit Mai 2023 darstellt.

Die Details sind wichtig, weil das Inflationsproblem nicht mehr auf eine einzige Kategorie beschränkt ist. Neben ölbezogenen Bedenken hob CNBC auch andere Bereiche hervor, in denen die Verbraucherpreise ebenfalls steigen, was eher auf einen breiteren zugrunde liegenden Preisdruck als auf einen begrenzten, leicht umkehrbaren Schock hindeutet.

Die Märkte reagierten mit einer drastischen Neubewertung der politischen Aussichten. Nach dem heißer als erwartet ausgefallenen VPI-Bericht erhöhten Händler die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Zinserhöhung der Fed und schlossen die Aussicht auf Zinssenkungen über einen längeren Zeitraum hinweg weitgehend aus, was die Sorge widerspiegelte, dass die restriktive Politik möglicherweise länger anhalten muss als zuvor erwartet.

Die Geopolitik fügte der Geschichte eine weitere Ebene hinzu. Die Ablehnung eines Friedensgegenangebots von Präsident Donald Trump durch Iran und das Risiko eines anhaltenden Nahostkonflikts sorgten dafür, dass die Aufmerksamkeit auf mögliche Unterbrechungen der Energieversorgung gelenkt wurde, und Washington hoffte auch auf Peking, um Druck auf Teheran auszuüben, auch wenn Chinas Handlungsbereitschaft ungewiss bleibt.

Zusammen erschweren die Inflationsüberraschung und der geopolitische Hintergrund die Aussichten für die Wirtschaft. Wenn die Energiepreise stabil bleiben und die allgemeine Inflation stabil bleibt, könnte das Ergebnis eine schwierigere Mischung aus langsamerem Wachstum, höheren Kreditkosten und größerer Volatilität bei Zinsen, Aktien und Risikoanlagen sein.

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