OECD Composite Leading Indicator (Index) OECD
2026/02 / Monthly / Release lag 25d
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OECD-Konjunkturfrühindikator
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Der OECD-Konjunkturfrühindikator (Composite Leading Indicator) ist ein zusammengesetzter Index, der entwickelt wurde, um die künftige Richtung der Wirtschaftstätigkeit der OECD-Mitgliedstaaten in den kommenden 3 bis 6 Monaten vorherzusagen. Dieser Indikator wird berechnet, indem mehrere Wirtschaftsindikatoren kombiniert werden, darunter Industrieaufträge, Verbraucherzuversicht, Aktienkurse, Baugenehmigungen und Arbeitslosenquote. Auf der Grundlage von Daten der statistischen Behörden jedes Landes zielt er darauf ab, Konjunkturwendepunkte frühzeitig zu erfassen.
Die Bedeutung dieses Index liegt darin, dass Konjunkturveränderungen frühzeitig erfasst werden können. Üblicherweise werden endgültige Wirtschaftsdaten wie die BIP-Statistik mehrere Monate nach dem betreffenden Zeitpunkt veröffentlicht. Andererseits spiegelt der Konjunkturfrühindikator frühzeitig die optimistische Aktivität von Unternehmen und Verbrauchern wider und wird daher zu einem wichtigen Beurteilungsmaterial für politische Entscheidungsträger und Investoren bei schnellen Entscheidungsfindungen. Besonders in Zeiten von Finanzkrisen oder schnellen Konjunkturabschwüngen fungiert dieser Indikator als wichtiges Warnsignal.
Als allgemeine Tendenz deutet ein Konjunkturfrühindikator über 100 auf eine Konjunkturexpansionsphase hin, während ein Wert unter 100 auf eine Konjunkturschrumpfungsphase hindeutet. Ein anhaltender Aufwärtstrend des Index zeigt wirtschaftliche Verbesserung an, während ein Abwärtstrend Verschlechterung anzeigt. Als Beobachtungspunkte können die Beurteilung der relativen Stärke der Weltwirtschaft durch Vergleiche der Indexbewegungen verschiedener Länder und die Unterscheidung zwischen vorübergehenden Schwankungen und strukturellen Veränderungen durch die Bestätigung der Richtung der Veränderung über mehrere Monate genannt werden.