OECD Manufacturing Export Order Books (Balance) OECD
2026/02 / Monthly / Release lag 19d
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Zum OECD-Diffusionsindex für Exportaufträge in der Industrie
Zum OECD-Diffusionsindex für Exportaufträge in der Industrie
Der OECD-Diffusionsindex (DI) für Exportaufträge in der Industrie ist ein Indikator, der die Auftragsbestände für den Export in Industrieunternehmen der OECD-Mitgliedsländer widerspiegelt. Er wird berechnet, indem der Anteil der Unternehmen, die angeben, dass die Aufträge zunehmen, vom Anteil der Unternehmen abgezogen wird, die angeben, dass sie abnehmen. Der Index wird auf einer Skala von -100 bis +100 dargestellt. Ein positiver Wert bedeutet, dass die Exportaufträge eine Aufwärtstendenz aufweisen, während ein negativer Wert eine Abwärtstendenz anzeigt.
Es gibt mehrere Gründe, warum dieser Indikator wichtig ist. Erstens fungiert der Exportauftragsbestand als Frühindiziator für künftige Produktionstätigkeiten und Unternehmensgewinne. Wenn die Aufträge zunehmen, ist es wahrscheinlich, dass sich dies einige Monate später in einem tatsächlichen Exportanstieg niederschlägt, was für die Vorhersage der Konjunkturentwicklung nützlich ist. Zweitens spiegelt er die Situation der Weltwirtschaft wider und ist ein wichtiger Anhaltspunkt für die Beurteilung der wirtschaftlichen Stärke oder Schwäche weltweit. Drittens, da Daten aus mehreren OECD-Mitgliedsländern zusammengefasst werden, handelt es sich um statistisches Material von höherer Zuverlässigkeit als Einzelländerdaten.
Als allgemeiner Trend zeigt sich, dass der Exportauftrags-DI in Zeiten weltweiter Konjunkturexpansion steigt und in Rezessionsphasen fällt. Während der Finanzkrise 2008 fiel er stark ab und kehrte in der anschließenden Erholungsphase in den positiven Bereich zurück. Ein wichtiger Beobachtungspunkt ist, ob der Index die Nulllinie (Neutrallinie) übersteigt. Ein anhaltend positiver Wert deutet auf stabiles Wachstum der Weltwirtschaft hin. Darüber hinaus können plötzliche Schwankungen des Wertes oder der Richtungsänderungen Störungen in globalen Lieferketten oder geopolitische Risiken widerspiegeln.