Realer effektiver Wechselkurs

Real Effective Exchange Rate (Index (2020=100)) BIS

2026/01 / Monthly / Release lag 47d

Zeitreihe

Zur realen effektiven Wechselrate

Erläuterung der realen effektiven Wechselrate (Real Effective Exchange Rate)

Die reale effektive Wechselrate ist ein Indikator, der misst, wie viel Kaufkraft die Währung eines Landes gegenüber den Währungen seiner wichtigsten Handelspartner besitzt. Sie stellt die substantiellere Währungswertigkeit dar, indem sie die relativen Veränderungen des Preisniveaus zur nominalen Wechselrate hinzufügt. Die Darstellung erfolgt in Indexform mit 2020 als Basisjahr (100) und wird aus dem gewichteten Durchschnittskurs gegenüber mehreren wichtigsten Handelspartnern berechnet.

Die Bedeutung dieses Indikators liegt in der Bewertung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit. Wenn die reale effektive Wechselrate sinkt, werden die Waren und Dienstleistungen eines Landes relativ günstiger und die Exportwettbewerbsfähigkeit verbessert sich. Umgekehrt führt ein Anstieg dazu, dass Exportgüter teurer werden und die Wettbewerbsfähigkeit tendenziell sinkt. Als Faktor, der sich direkt auf die Rentabilität von Unternehmen, die Beschäftigung und das Wirtschaftswachstum auswirkt, wird dieser Indikator von politischen Entscheidungsträgern und Investoren genau beobachtet.

Japans reale effektive Wechselrate hat langfristig einen sanften Rückwärtstrend gezeigt. Dies war auf Japans geringere Inflationsraten im Vergleich zu anderen führenden Industrieländern zurückzuführen. In letzter Zeit ist der Yen aufgrund der weltweit steigenden Inflation und der Lockerung der Geldpolitik durch die Bank of Japan schwächer geworden und die reale effektive Wechselrate ist gesunken. Diese Entwicklung stärkt einerseits die Exportwettbewerbsfähigkeit japanischer Unternehmen, führt aber andererseits zu Preissteigerungen bei Importwaren und beeinflusst die Kaufkraft der Haushalte. Ein wichtiger Aspekt ist die langfristige Auswirkung kontinuierlicher Schwankungen dieses Indikators auf die Leistungsbilanz und die Industriestruktur.