Kambodscha
Wirtschaftsprofil Kambodscha
Kambodschas Wirtschaftsprofil
Kambodscha ist ein Land mit niedrigem bis mittlerem Einkommen in Südostasien und verzeichnet in den letzten Jahren ein rasantes Wirtschaftswachstum. Mit einem nominalen BIP von etwa 28 Milliarden Dollar im Jahr 2023 spielt das kleine Land mit etwa 17 Millionen Einwohnern eine wichtige wirtschaftliche Rolle in der Region. Die Wirtschaftsstruktur beruht auf drei Säulen: Landwirtschaft, Tourismus und Fertigung. Die Reisproduktion ist das wichtigste landwirtschaftliche Produkt des Landes, und das fruchtbare Land des Mekong-Deltas bietet eine solide landwirtschaftliche Grundlage.
Die Fertigungsindustrie ist der größte Industriesektor und treibt das Wirtschaftswachstum Kambodschas voran. Der Bekleidungs- und Textilsektor dominiert mit überwiegendem Marktanteil und ist zur Produktionsstätte vieler internationaler Unternehmen geworden, gestützt auf niedrige Arbeitskosten. Der Tourismus ist ebenfalls von Bedeutung, wobei Besucher von Weltkulturerbestätten wie Angkor Wat eine wichtige Quelle für Deviseneinnahmen darstellen. Der Tourismussektor wurde jedoch durch die COVID-19-Pandemie stark getroffen.
Als jüngste wirtschaftliche Entwicklung zeigt Kambodscha eine starke Erholung. Die BIP-Wachstumsrate betrug zwischen 2022 und 2023 über 5 Prozent, und die Inflation wird kontrolliert. Die schnelle Erholung der Touristenzahlen, die gute Leistung der Fertigungsindustrie und die zunehmenden direkten Investitionen aus China stützen das Wachstum. Insbesondere Investitionen chinesischer Konzerne in wirtschaftliche Sonderzonen und Infrastrukturprojekte nehmen zu, wobei Kambodscha ein wichtiger Partner in Chinas Belt-and-Road-Initiative geworden ist.
Bemerkenswerte Punkte sind die wachsende Einkommensungleichheit und Probleme mit Arbeitsausbeutung. Die Löhne von Textilarbeitern gehören zu den niedrigsten in der Region, und eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen ist dringend erforderlich. Auch die politische Stabilität und die Bekämpfung von Korruption beeinflussen das Investitionsklima. Darüber hinaus ist die Anfälligkeit gegenüber dem Klimawandel ein Problem, da Überschwemmungen und Dürren die Auswirkungen auf die Landwirtschaft gefährden und die Ernährungssicherheit bedrohen. Für eine nachhaltige Wirtschaftsentwicklung sind Diversifizierung der Industrie, Personalentwicklung und institutionelle Verbesserungen erforderlich.
Wirtschaft
5
Demografie
4
Arbeit
3
Handel und Investitionen
3
Staatsfinanzen
2
Soziales
2
Umwelt und Energie
1
Technologie
1
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