Kenia
Wirtschaftsprofil Kenias
Wirtschaftsprofil Kenias
Kenia ist eine der führenden Volkswirtschaften südlich der Sahara und hat sich als Wirtschaftszentrum Ostafrikas etabliert. Das nominale BIP betrug 2023 etwa 41,7 Milliarden US-Dollar und ist damit in Subsahara-Afrika nach Nigeria und Südafrika die drittgrößte Volkswirtschaft. Mit einem Pro-Kopf-BIP von etwa 2.300 US-Dollar wird das Land als unteres Schwellenland klassifiziert.
Die Wirtschaftsstruktur wird von vier Hauptsektoren getragen: Agribusiness, Tourismus, Finanzdienstleistungen und Telekommunikation. Die Landwirtschaft beschäftigt etwa 30% der erwerbstätigen Bevölkerung, und Kaffee und Tee sind wichtige Exportprodukte. Die Tourismusindustrie ist ebenfalls bedeutsam und zieht mit Naturdenkmälern wie dem Maasai-Mara-Nationalschutzgebiet jährlich über 1,8 Millionen Touristen an. Kenia ist auch ein führender Finanz- und Tech-Hub in Afrika, und der Erfolg des mobilen Gelddienstes M-Pesa hat weltweite Aufmerksamkeit erregt.
Ein jüngster Wirtschaftstrend ist die schnelle Verbreitung der Digitalisierung. Das kenianische Tech-Ökosystem wird "Silicon Savanna" genannt und zeigt bemerkenswertes Startup-Wachstum. Andererseits sind Inflationsdruck gestiegen, und 2023 wurde eine zweistellige Inflationsrate verzeichnet. Auch Stromknappheit und die Ausweitung der Investitionen in erneuerbare Energien sind wichtige Themen.
Bemerkenswerte Punkte sind die Bemühungen um regionale Integration und Anpassung an den Klimawandel. Als Kernland der EAC (Ostafrikanische Gemeinschaft) fördert Kenia die regionale Wirtschaftsintegration und konzentriert sich auf Infrastrukturentwicklung. Gleichzeitig haben schwere Dürreperioden der letzten Jahre die landwirtschaftliche Produktion stark beeinträchtigt, und der Aufbau von Klimawiderstandsfähigkeit ist eine dringende Aufgabe.
Wirtschaft
5
Demografie
4
Arbeit
3
Handel und Investitionen
3
Staatsfinanzen
1
Soziales
2
Umwelt und Energie
1
Technologie
1
Ungleichheit
1
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